OKR´s (Objectives & Key Results) 
Über Fehlinterpretationen und Lösungsansätze

Seit einigen Jahren treiben OKRs in Organisationen immer wieder ihr Unwesen.
Kein anderes Zielsystem ist derzeit so gefragt, wie Objectives & Key Results und um kein anderes Management-Tool wird ein solcher Hype veranstaltet, dass es aus Organisationen kaum mehr wegzudenken ist.

Und das kennst Du auch: Dein Unternehmen möchte Ziele neu definieren und neue Wege in der Mitarbeitenden-Beteiligung gehen. Man möchte schneller, effizienter und lösungsorientierter werden und nebenbei noch mal eben eine agile Methodik einführen, die die gewünschten Erfolge verspricht. Da ist der Griff nach einem hippen und innovativen Zielsystem naheliegend. Denn schließlich machen es uns die Großen immer wieder vor. Google, Amazon und wie sie nicht alle heißen nutzen OKR und sind damit erfolgreich. Sie schaffen eine neue Form, bei der sich alle Mitglieder der Organisation zum Erfolg hingezogen fühlen, sich einbringen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, die das Unternehmen in den nächsten Orbit des Erfolgs katapultieren.

Doch was ist dran an dieser neumodischen Lösung? Welche Vorteile bringen OKRs mit sich und wie können sie zum Unternehmenserfolg beitragen. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart die meisten Fehleinschätzungen und zeigt auf, wie ein wirklich wirkungsvolles Tool instrumentalisiert wird:

  • OKRs sind ein strategisches Zielsystem. Das bedeutet, dass es um die Weiterentwicklung der Organisation geht. 
  • OKRs dienen einem höheren Zweck, sie folgen einer zielgerichteten Orientierung, die durch den Daseinszweck der Organisation bestimmt wird. 
  • OKRs leben vom inneren Wunsch, sich zu beteiligen. Bonifizierungssysteme, Incentives und Provisionen sind hier fehl am Platz. 
  • OKRs basieren auf intrinsischer Motivation. Ziele, Entwicklungen und Ideen werden durch die mitarbeitenden Teams definiert und setzen neue Maßstäbe in der weiteren Entwicklung der gesamten Organisation. 
  • OKRs schaffen Ausrichtung und Transparenz. Silodenken und Abteilungsgrenzen lösen sich auf und die gesamte Organisation ist ausgerichtet auf ein gemeinsames Ziel, auf die Vision und die Mission und schafft sich eine Strategie, die erfolgreich sein wird. 
  • OKRs wollen umsetzen, nicht entscheiden. Es geht darum ins Tun zu kommen, zu experimentieren, sich einzulassen, neue Wege zu gehen. 

Na gut, alles das klingt nach "brave new word" und wir sind teilweise noch Lichtjahre davon entfernt uns evolutionär weiterzuentwickeln. Das ist uns auch bewusst. Aber wie kann es gelingen, dass OKRs wirklich zielführend eingeführt werden und wir uns diese neue Welt so gestalten können, wie sie uns gefällt? Wir müssen uns verändern, Ideen zulassen, unsere ganze Struktur, wenn nicht sogar unsere unternehmerische Ausrichtung auf den Prüfstand stellen. Wir müssen Entscheidungen fällen, Klarheit darüber erlangen, was unsere wirklich langfristigen Ziele sind und wir müssen Strukturen neu entwickeln, die all das möglich machen. 

Die folgenden Tipps können dabei helfen:

  1. Mach dir bewusst, was du erreichen möchtest. Die Kernfragen müssen sein: Wo wollen wir hin? Was ist unsere - neue - Zielsetzung. Wer wollen wir sein und wie wollen wir am Markt wahrgenommen werden? 
  2. Bilde Fachrollen aus. Ein Framework entwickelt sich nicht von allein. Es braucht kompetente Menschen, die wissen, wie OKR funktionieren. Egal wie die Rolle heißt, ob OKR Coach, OKR Master, OKR Champion oder Expert. 
  3. Führe eine Struktur ein. OKR ist ein durchgeplantes Framework, welches aus Plannings, Arbeitsphasen Synchronisationsmeetings und Reflektionsrunden besteht. 
  4. Sorge für Wissen und Verständnis. Ein Deep Dive in die Mysterien von OKR kann nicht nur nützlich sein, sondern sorgt für Klarheit und Alignement.
  5. Starte klein und entwickle stetig weiter. Es war noch nie hilfreich, eine Methode gleich auf die gesamte Organisation auszurollen. Du wirst sie nie alle auf einmal gewinnen. 
  6. Schaffe Handlungsspielräume. Das Tagesgeschäft wird immer die Überhand haben. Wenn du wirklich erreichen willst, dass OKRs ihre wahre Wirkkraft entfalten, dann braucht es Zeit und Ressourcen, die du bereitstellen musst, denn sonst sind OKRs nichts anderes als Mehraufwand.

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Einführung von OKRs in der Organisation ist sicherlich kein leichter Weg, doch es lohnt sich, diesen Pfad zu beschreiten. Objectives & Key Results sind keine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Sie können Wirkung zeigen und Menschen, Teams und Organisationen dabei unterstützen, sich neu aufzustellen, einer neuen Zielsetzung zu folgen und langfristig wie nachhaltig erfolgreich zu sein. Wenn du dich darauf einlässt, wirst du erleben, wie deine Kolleg:innen sich entwickeln, mutig sein werden, innovative Ideen auszuprobieren, über den Tellerrand schauen, nicht mehr nur in "run the business" denken sondern auch in "change the business". 

Wenn du mehr über OKRs oder andere agile Methoden wissen willst, sprich uns gerne an oder schau dich auf unseren Seiten um. Wir verfügen über ein weitreichendes Spektrum an Erfahrungen und können dich dabei unterstützen agile Wege zu gehen. 

Dabei wünschen wir dir viel Erfolg.

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